Geschichte der Zschoner Mühle

1570
historisches Kolorit von 1830erstmalige aktenkundige Erwähnung der Zschoner Mühle – Gregor Götze wandte sich am 28. August an den Kurfürsten und legte dar, wie sein liebes Weib solche Mühle von den seeligen Großeltern und den rechten Eltern geerbt und wie er sie vor 37 Jahren von seinen Schwägern für 100 Groschen erworben habe. Nach dem Tode seiner Frau sei sie auf ihn und seine Kinder übergegangen, so daß die Mühle über anderthalb Jahrhunderte immer im ruhigen Besitze der Familie gewesen sei. Nach dieser Aktennotiz ist die Gründung etwa um 1400 anzunehmen.

ab 1812
Die Zschoner Mühle um die Jahrhundertwende
ununterbrochener Besitz der Familie Kunze bis 1984

historische Biergartenansicht

1917
Biergarten um die JahrhundertwendeEinstellung des Mahlbetriebes, weiteres bestehen als Gastwirtschaft

um 1950
Schließung der Restauration, Beendigung jeglicher Initiative für den Erhalt


1. Mai 1985
Hauptgebäude 1985
Erwerb der Zschoner Mühle durch Herrn Thomas Winkler mit dem Ziel, Wohnraum zu schaffen und den Hof im kleinen Rahmen gastronomisch und für die Gemeinschaft des Freundeskreises zu nutzen Abriß des verfallenen Stallgebäudes, des Gaststättenanbaus etc.
Beginn der Rekonstruktions- und Restaurationsarbeiten

1988
Innenhof 1985
Elena Schälike, die damalige Lebensgefährtin von Herrn Winkler übernimmt die ökonomische Leitung des Wiederaufbaues, später des Restaurants

1990
Die Wende in der ehemaligen DDR erfordert konzeptionelles Umdenken. Entwicklung etlicher Ideen zur späteren Nutzung der Zschoner Mühle (Mühlenhotel, Gastwirtschaft, Wohnung, Kulturhof …)

Mai 1991
oberschlächtiges Wasserrad der Zschoner Mühle
Einbau des damals größten funktionstüchtigen Wasserrades Sachsens, Inbetriebnahme des Schankgartens mit Pavillon, Herauslösung der Idee der kulturellen Nutzung bedingt durch besuchermäßigen Zuspruch einzelner Veranstaltungen, Beginn eines kleinen Kulturbetriebes in privater Initiative

März 1993
Gründung des gemeinnützigen Förderverein Zschoner Mühle e.V., Beginn der regelmäßigen Planung und Durchführung von Veranstaltungen

April 1994
öffentliche Inbetriebnahme des neu rekonstruierten Mahlwerke

ab September 1994
Theaterscheune / Puppentheater
Abriß der baufälligen Scheune für den originalgetreuen Wiederaufbau mit Puppentheaterspielfläche
Fertigstellung der Freilichtbühne (auf der Fläche des ehemaligen Stallgebäudes)


Zschoner Mühle – Blick auf das Gesindehaus

Und so zeigt sich heute die Zschoner Mühle als:

  • Restaurant
    mit 5 romantischen Gasträumen, 1999 in Marcellinos’s Restaurantreport sogar ausgezeichnet unter den TOP 10 in Dresden
  • Mühlenmuseum
    mit seiner in Deutschland einzigartigen altdeutschen Mühlenkonstruktion
  • Kulturhof
    mit regelmässigem Puppentheater, Lesereihen für Erwachsene, Kino, Workshops, Kleinkunst, Open-Air-Events